Wilhelmine Siefkes
“Well up de Padd van d‘ Wahrheid löppt, de strumpelt neet…”
Das Leben der Wilhelmine Siefkes in einer szenischen Theatercollage mit Musik
von Gerd Brandt und Christine Schmidt-de Vries
2015 jährt sich zum 125ten Mal der Geburtstag der Wilhelmine Siefkes, einer bedeutenden Frau aus Ostfriesland, deren Leben und Wirken beispielhaft steht für den Einsatz für Ideale und das persönliche Engagement für soziale und gerechte Werte. Aus diesem Anlass zeigt die Ländliche Akademie Krummhörn das Leben der Wilhelmine Siefkes in einer szenischen Theatercollage mit viel Musik.
Geboren 1890 als Tochter eines Landwirts, ergreift sie den Beruf der Lehrerin. In den 1930er Jahren übersetzt sie Märchen ins Plattdeutsche, um die Arbeiterkinder mit ihrer eigenen Sprache besser erreichen zu können. 1933 wird Wilhelmine Siefkes offiziell aus dem Schuldienst entlassen, weil sie sich weigert, eine Ergebenheitserklärung an den „Führer“ zu unterschreiben. Gleichzeitig wird ihr ein generelles Schreibverbot ausgesprochen. Dennoch gelingt es ihr 1939 unter dem Pseudonym „Wilmke Anners“ ihren Roman „Keerlke“ zu veröffentlichen und 1940 wird sie dafür mit dem Johan-Hinrich-Fehrs Preis ausgezeichnet.
Nach dem zweiten Weltkrieg nimmt Wilhelmine Siefkes den Schuldienst nicht wieder auf und widmet sich stattdessen ganz dem Schreiben. Viele Romane, Bühnenstücke und Gedichte entstehen, die inhaltlich bis heute bedeutsam sind. Sie erhält viele Auszeichnungen für ihre literarischen Werke und bleibt bis zu ihrem Tode 1984 eine engagierte Frau.